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Warum ist der PH-Wert bei Heizungswasser wichtig?

Frage: Warum ist der PH-Wert bei Heizungswasser wichtig?

Der pH-Wert von VE-Wasser spielt eine entscheidende Rolle bei der Korrosion von Metallen:

  1. VE-Wasser hat typischerweise einen niedrigen pH-Wert von 5,5-6, was es zu einer schwachen Säure macht. Dieser niedrige pH-Wert kann die Korrosionsrate vieler Metalle erhöhen.
  2. Der pH-Wert beeinflusst die Stabilität der Passivschicht auf Metalloberflächen:
    • Bei Kupfer kann die Passivschicht bei einem pH-Wert unter 7 angegriffen werden.
    • Edelstahl (1.4404) ist bis zu einem pH-Wert von 1,7 korrosionsbeständig.
    • Eisen bildet erst ab einem pH-Wert von 9 eine schützende Passivschicht.
    • Aluminium ist besonders empfindlich; seine Passivschicht löst sich bereits bei pH-Werten von von wengier als 8,5 bzw. über 9 auf.
  3. Die fehlende Pufferkapazität von VE-Wasser kann zu schnellen pH-Wert-Änderungen führen, was die Korrosionsgefahr erhöht.
  4. In Heizungsanlagen wird ein pH-Wert zwischen 8,2 und 10,0 empfohlen, um Korrosion zu minimieren. VE-Wasser ohne Behandlung liegt deutlich unter diesem Bereich.
  5. Die Kombination aus niedrigem pH-Wert und der grundsätzlichen Aggressivität von VE-Wasser kann zu schweren Korrosionsschäden in technischen Systemen führen.

Um Korrosion zu verhindern, ist es wichtig, den pH-Wert von VE-Wasser zu kontrollieren und gegebenenfalls anzupassen, beispielsweise durch den Einsatz von Mischbettharz mit pH-Anhebung.